Krankenhäuser als Ziel?!

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In der Diskussion mit Kunden wird immer wieder der Punkt aufgeworfen, dass Krankenhäuser an sich ja gar kein Ziel von Angreifer seien. Dabei genügt häufig schon ein genauer Blick in die lokale Presse um festzustellen, dass Kliniken durchaus ein Ziel sind, siehe zum Beispiel diesen Diebstahl bei uns im Bonner Raum.

Perfiderweise sind Krankenhäuser gerade ein besonders interessantes Ziel, da sie durch die gebotene Offenheit im Umgang mit hilfsbedürftigen Menschen in der Regel nicht besonders gut geschützt sind.

Auch schrecken Diebe offenbar nicht vor brutaler Gewalt zurück, wie der jüngste Raubüberfall auf die Notaufnahme der Bonner Uniklinik zeigt, der im nächtlichen Einsatz des Polizeihubschraubers endete.

Fügt man dieser Skrupellosigkeit und kriminellen Energie noch etwas technischen Sachverstand hinzu, muss man sich nicht wundern, wenn Massen lukrativer Patientendaten gestohlen werden, siehe zum Beispiel Artikel „Hacker brechen in US-Klinik ein: 4,5 Millionen Datensätze betroffen“.

Dazu ist zu sagen, dass die Fälle aus den USA vor allem deshalb bekannt werden, da es dort eine Meldepflicht gibt, wie sie jetzt auch im deutschen IT-Sicherheitsgesetz vorgesehen ist.

Nüchtern betrachtet ist festzustellen, dass der Datenschatz in Krankenhäusern selbstverständlich Kriminelle anlockt, so wie es für andere Datenbestände (Kreditkartendaten, Kundendaten etc.)  eben auch der Fall ist. Aus diesem Grund sollten angemessene Sicherheitsstandards eine Selbstverständlichkeit sein.

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