Erfolgreiche Bachelorarbeit zu den Themen Log Management, ELK, COBIT 5 und Metriken im Krankenhaus

Nach einem arbeitsreichen Jahr 2017 freuen wir uns vermelden zu können, dass wir eine weitere Bachelorarbeit an der Hochschule Bonn Rhein-Sieg erfolgreich begleiten konnten. Till Schlüter, der bei der Dahamoo GmbH bereits im Frühjahr 2017 sein Pflichtpraktikum absolvierte, hatte sich dabei ein Thema aus dem Bereich Log Management, und wie man es zum Nachweis von Sicherheitsprozessen einsetzen kann, gewählt.

Herr Schlüter: „Der Ausgangspunkt meiner Arbeit ist die Fragestellung, wie sich die meist recht abstrakten Metriken des COBIT-Frameworks in den technischen und systemnahen Daten, die in Form von Log-Dateien anfallen, widerspiegeln und ob auf dieser Basis eine automatisierte Bewertung der Prozess-Performance möglich ist.“

Für die technische Evaluierung der Ergebnisse aus Kundensicht stand freundlicherweise das Klinikum Leverkusen zur Verfügung. Dieses verfügt über eine moderne Log-Management Infrastruktur basierend auf dem sogenannten ELK-Stack und sein Leiter der IT, Herr Jens Schulze, war sehr an den Ergebnissen interessiert. Herr Schulze: „Seit wir wissen, dass wir als Klinikum unter das IT-Sicherheitsgesetz fallen, hat sich die Bedeutung der IT-Sicherheit nochmals erhöht. Insbesondere zur Erkennung von Anomalien und der Erfüllung der gesetzlichen Nachweispflichten ist ein modernes Log-Management erforderlich.“ Continue reading

Der Schatz im eigenen Unternehmen

logging_grafikIn der heutigen Zeit sind Informationen mit das Wichtigste. Jeder holt sich neue Informationen aus dem Web oder aus Zeitschriften. Wir werden förmlich mit Informationen überflutet. Dabei ist es wichtig die wichtigen Elemente herauszufiltern um nicht darin unterzugehen. Am besten sind Plattformen, welche alle Informationen zentralisieren und damit den User erlauben die für ihn wichtigen Informationen zu filtern. Warum nicht auch im eigenen Unternehmen? Continue reading

Die Renaissance der Logs

Wer schodashboardn etwas länger dabei ist, mag sich an die 90er erinnern. Wenn man seinerzeit das Logging einschaltete, waren die Platten in Kürze gefüllt, mit der Folge, dass man es umgehend wieder ausschaltete 😉

Zehn Jahre später, in 00ern, war der Speicherplatz vorhanden, doch brauchbare Tools zur Auswertung fehlten gänzlich. Wer wollte schon Millionen von Events „zu Fuß“ auswerten?

Nochmal zehn Jahre später sind die Auswertetools wie ElasticSearch oder Splunk endgültig in der Breite verfügbar, Big Data sei Dank!

Folglich können die lange gehegten Wünsche eines Leiters IT-Sicherheit heute in Erfüllung gehen, als da sind:

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Big Data macht‘s möglich: Klinikweite Logfile-Auswertungen mit „ELK“

Digital HospitalWas in der Medizin unvorstellbar erscheint – eine Behandlung ohne Untersuchung – ist in der Krankenhaus-IT scheinbar gelebte Praxis. Denn viel zu häufig werden Logdateien zwar erfasst, aber nicht systematisch zur „Untersuchung“ ausgewertet. Im Ergebnis steht ein ziemlicher Blindflug – Sicherheitsverletzungen, Datendiebstähle, Einbrüche und andere Vorälle bleiben unentdeckt; deren  „Behandlung“ eher dem Zufall überlassen.

Dies ist umso dramatischer, da restriktive IT-Sicherheits-Maßnahmen in der Regel nur sehr begrenzt möglich. Denn wer möchte schon die Gesundheit eines Patienten durch zu eingeschränkt konfigurierte IT-Systeme aufs Spiel setzen. Continue reading

Bachelorarbeit implementiert Open Source Protokollierung für Klinik

Warum ist die Protokollierung bei der Klink-IT so entscheidend?

Kibana 3 - KL 2014-09-01 12-51-39Da es im Umfeld einer Klinik immer wieder zu Notfall-Situationen kommt, und die Behandlung des Patienten absoluten Vorrang genießt, sind restriktive IT-Sicherheits-Maßnahmen nur sehr begrenzt möglich. Denn wer möchte schon die Gesundheit eines Patienten durch zu eingeschränkt konfigurierte IT-Systeme aufs Spiel setzen.

Umso wichtiger ist folglich die Protokollierung von Vorgängen (Events), da sie zumindest nachträglich Missbrauch aufdecken decken können.

Leider ist es in den vergangen Jahren aber so gewesen, dass Logfiles mit dem Hinweis auf begrenzten Speicherplatz oft gar nicht erzeugt wurden bzw. wegen des schieren Umfangs niemals analysiert wurden. Im besten Fall wurden die Logs an zentraler Stelle erfasst und archiviert, allerdings nicht analysiert, schon gar nicht in Echtzeit visualisiert.

Folglich bedarf es neuer Lösungen, die klinikweit Protokolldaten erfassen, Datenschutz konform aufbereiten, zusammenführen, analysieren, korrelieren und die Ergebnisse in Echtzeit visualisieren können. Selbstverständlich sollen die Kosten für eine solche Lösung überschaubar bleiben.

Vor diesem Hintergrund wurde die Bachelorarbeit von Herrn Leek mit dem Thema „Implementierung eines Open Source Analyse- und Visualisierungssystems für domänenspezifische Protokolldateien“ erstellt. Continue reading

Fall Schuhmacher: „IP-Adresse des Krankenaktenverkäufers ermittelt“

IP Adresse

IP Adresse

Nachdem wir diesen Fall mit einem Blogeintrag kommentiert haben, wurde  in den Medien heftig spekuliert wurde, wie und wann die Daten abhanden gekommen sind. Heute gab es dazu die Meldung, dass man „die IP-Adresse des Krankaktenverkäufers“ ermittelt habe. Dieses Vorgehen folgt der klassischen Methode des Rückverfolgens, die versucht aus der Kontaktaufnahme Informationen über den Täter zu ermitteln. Selbstverständlich stehen noch viel weitergehenden Methoden zur Verfügung, um eine elektronische Spur nachzuverfolgen, beispielsweise die Analyse der Datei, welche den Auszug aus der Patientenakte beinhaltete. Handelt es sich um eine exportierte Datei einen Krankenhausinformationssystems oder um einen Scan – gibt es Spuren, die verwendete Geräte und  bestimmte Softwareversionen hinterlassen haben?

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Schuhmacher Opfer eines „Datenklaus“ – Die Sicht der IT-Sicherheit

Medienberichten zufolge wurde die Krankenakte von Formel-1 Rennfahrer Michael Schuhmacher „gestohlen“ und zum Kauf für umgerechnet 50.000 Euro angeboten. Die Dokumente bzw. Daten sollen aus dem Klinikum Grenoble, Frankreich stammen. Medien aus Frankreich und der französischen Schweiz, Michael Schuhmachers Wahlheimat, haben die Meldung aufgenommen und um Details ergänzt. Selbstverständlich ist dieses Verhalten der Täter moralisch (und juristisch) aufs Schärfste zu verurteilen und unser Mitgefühl gilt den betroffenen Angehörigen.

Was aber bedeutet dieser Fall aus einer fachlichen, aus einer IT-Sicherheits-Sicht?

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Mangelnde Sicherheit bei Medizingeräten?

Die Medien berichteten in den letzten Tagen (mal wieder), wie „unsicher“ doch  viele Medizingeräte seien und dass noch nicht einmal die elementarsten  Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel sichere Passworte, implementiert sind, siehe. Und im Übrigen schnitten deutsche Krankenhäuser im internationalen Vergleich in Bezug auf die Datensicherheit auch eher schlecht ab. Continue reading

Kommentar: Neue Orientierungshilfe Krankenhausinformationssysteme

Orientierungshilfe

Bereits 2011 wurde die erste Fassung der „Orientierungshilfe Krankenhausinformationssysteme“ herausgegeben. Mittlerweile wurde eine zweite, überarbeitete Fassung veröffentlicht, die eine „bessere Lesbarkeit und Übersichtlichkeit“ verspricht. Wir geben Ihnen unseren ersten Eindruck wieder und berichten, ob die Orientierungshilfe ihren Kinderkrankheiten tatsächlich entflohen ist.

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Patientendaten in der Public Cloud?

Ein interessanter, da lehrreicher Vorfall, hat sich vor kurzem in England ereignet (Quelle: The Register).

Ein Beratungsunternehmen, das sich sich auf die Analyse von großen Datenmengen, wie sie im Gesundheitswesen ja durchaus üblich sind, spezialisiert hat, veröffentlicht zunächst einen Bericht, aus dem hervorgeht, das die NHS (das staatliche Gesundheitssystem in Großbritannien) über eine riesige Datensammlung verfügt, die es analysieren lassen möchte. Auf einer 1 Terrabyte großen Platte wurden demanch „große Mengen detaillierter Daten von allen Krankenhäuserm Englands“ übermittelt. Das allein sollte schon zu denken geben. Continue reading